Dressurpferde – Was sind Dressurpferde heute?

Dressurpferde – Was sind Dressurpferde?

Du fragst dich was Dressurpferde sind? Wir verraten dir in unserem Artikel was Dressurpferde sind, welche Rassen besonders geeignet sind und auf was es bei einem Dressurpferd ankommt.

Dressur bedeutet kein stures Abrichten der Pferde, sondern die Gymnastizierung des Pferdes. Hauptziel dabei ist, ein geschmeidiges Reitpferd das seinem Reiter gehorcht und angenehm zu reiten ist. Diese Hauptaussage über die Dressur verdeutlicht, dass die Grundlage der Ausbildung eines jeden Reitpferdes die Ausbildung in der Dressur ist oder zumindest sein sollte.

Die Basis der heutigen Dressur geht auf  den griechischen General Xenophon (435-355 v.Chr.) zurück, er beschrieb Reiten als Wissenschaft und Kunst zugleich. Auf ihn geht die reiterliche Bewegung der Renaissance in Europa zurück, auf die hin das klassische Reiten entwickelt wurde und das die Grundlage der heutigen Dressur bildet.

Dressurpferde sind allgemein gesagt keine Rasse für sich, sondern es gilt, dass sich grundsätzlich jede Pferderasse zu einem Dressurpferd ausbilden lässt. Bedeutend für Dressurpferde sind seine psychischen, wie auch physischen Voraussetzungen. Um ein gutes Dressurpferd zu werden und gute Leistungen im Turniersport zu erzielen, sollte das Pferd bestimmte Voraussetzungen mit sich bringen. Wie sollten die Gänge der Dressurpferde aussehen? Dressurpferde sollten einen ausdrucksstarken Trab und einen taktsicheren Schritt haben, sie sollen überragende taktreine Grundgangarten haben. Dressurpferde sollen von ihrer Größe her groß und auffallend schön sein, sie sollen Charme, Ausdrucksstärke und eine tolle Aufmachung besitzen, damit sie im Showroom auffallen. Ein großes Pferd wirkt imposant und kann in den Verstärkungen und den versammelten Lektionen mit einem starken Ausdruck glänzen. 

DressurpferdeErfolgreiche Dressurpferde sollten ein entsprechend korrektes Gebäude besitzen, über eine gute Rittigkeit, sowie über eine korrekte Anlehnung verfügen. Auch du als Reiter musst zu deinem Pferd passen, damit ihr gemeinsam gute Erfolge erzielen könnt und ein harmonisches Bild abgebt. Wichtig für Pferde in der Dressur ist Gehorsam. Es muss gut und sicher an den reiterlichen Hilfen stehen und eine gute Versammlungsbereitschaft haben. Ein eigener Leistungswille der Dressurpferde soll vorhanden sein, damit es die von ihm geforderten Lektionen sicher und korrekt ausführen kann. Dressurpferde sollen von ihrem Gebäude her so gebaut sein, dass sie eine natürliche Bergauftendenz haben und über schwungvolle Bewegungen verfügen.  Sie sollen aus der Hinterhand kräftig nach vorne hin abfußen.

 

Dressurpferde- Welches Geschlecht sollten sie haben?

Du stellst Dir die Frage, welche Geschlechter vorzugweise als Dressurpferde gewählt werden? Hier gehen die Vorlieben und Meinungen weit auseinander. Hengsten wird nachgesagt, dass sie als Dressurpferde über mehr Ausdruck verfügen. Dies kann man aber nicht Hundertprozentig bejahen, denn es gibt Hengste die weitaus weniger Ausdruck  haben wie entsprechend gerittene Stuten oder Wallache. Den Ausdruck der Pferde muss man erarbeiten, dies hat nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun. Hengste sind zudem oftmals im täglichen Umgang etwas schwieriger oder auch bei Teilnahmen am Turnier. Sie sind eher abgelenkt und unkonzentrierter als eine Stute oder ein Wallach.

 

Dressurpferde - Dressurpferde und ihre Grundgangarten

DressurpferdeDie Grundgangarten der Dressurpferde sollten in jedem Tempi einen gleichmäßigen Takt aufweisen. Die Gangart soll einen normalen Raumgriff haben, bei dem die Hinterhand übertritt, aber nicht mehr als eine, zwei oder drei Hufbreiten. Dressurpferde mit einem überragenden Raumgriff neigen meist zu Taktunreinheiten, sobald sie sich spannen. Oder auch, wenn von ihnen die Lektion des versammelten Schritts hinzukommt.  Wichtig ist, dass Dressurpferde keine Schrittprobleme haben, wie Pass oder einen passartigen Gang. Im Trab und Galopp sollen Dressurpferde eine Bergauftendenz haben, aktiv mit einer Hinterhand nach vorne schieben und in der Versammlung fleißig und ausdrucksvoll wirken. In Trabverstärkungen sollen Dressurpferde nicht breit werden und weiterhin taktsicher und schwungvoll sein.

 

Dressurpferde – Die Dressurpferdeprüfung

Du stellst dir die Frage was eine Dressurpferdeprüfung ist? Dies ist eine Prüfung für dressurmäßig ausgebildete Pferde, bei der Schritt, Trab und Galopp vorgeschrieben ist. Hierbei sind nicht zu hohe, aber raumgreifende Bewegungen von den Pferden gefordert. Die Prüfung wird in einem Dressurviereck mit international festgelegten Maßen abgelegt. Es gibt dabei unterschiedliche Klassen bei der Prüfung. Es gibt Prüfungen für Anfänger (E= Einsteiger und A=Anfänger) bis hin zum Grand Prix und olympischen Wettbewerben. Die Prüfungsbewertung reicht von 0 (=nicht ausgeführt) bis hin zu 10 (=ausgezeichnet). Die einfachen Prüfungen werden vorgelesen und die höheren Prüfungen müssen auswendig geritten werden. In den Prüfungen der unteren Klassen, sprich zum Beispiel für Anfänger wird in einem 20m x 40m großen, in den höheren Prüfungen auf einem 20m x 60m großen Reitplatz die Prüfung abgelegt.

Prüfungsinhalt in den unteren Prüfungen sind einfache Bewegungen geradeaus in den Grundgangarten. In höheren Prüfungen werden Seitengänge, Verstärkungen und Zurücknehmen der Bewegungen in allen Grundgangarten gefordert. In Prüfungen auf höchster Ebene werden die anspruchsvollsten Figuren gefordert, wie die Passage, die Galopp-Pirouette, die Piaffe und der fliegende Wechsel.

Ziel der Dressurpferdprüfung ist die Beurteilung der Taktreinheit aller Gänge und die Losgelassenheit des Pferdes, die Gehorsamkeit und das körperliche Gleichgewicht. Die Anzahl der Richter richtet sich auch nach der Kategorie der Prüfung. Ein Richter ist bei einfacheren Prüfungen anwesend, bei internationalen Prüfungen werten fünf Richter. Die bekanntesten Dressurprüfungen sind der Prix St. George, der Intermediaire I und II und der Grand Prix.

DressurpferdeEs gibt auch die Möglichkeit eine Kür zu Musik zu präsentieren, hiermit kehrt man zu den Ursprüngen der Dressurreiterei in der Renaissance zurück.  Ziel des Dressurreitens ist die völlige Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Sie sollen eine Einheit bilden, das Pferd soll sich mühelos unter seinem Reiter bewegen und Spaß an der Arbeit unter dem Reiter zeigen. Es soll Spaß an den eigenen Fähigkeiten haben und dies auch in vollem Umfang ausstrahlen.

 

Dressurpferde – Welche Rassen sind besonders geeignet?

Du möchtest Dressur reiten? Dann solltest du dafür passende Pferde kaufen. Grundsätzlich jedoch gilt, dass alle Pferderassen der Welt als Dressurpferde geeignet sind. Es gibt jedoch Pferderassen, die eine besondere Eignung hierfür haben und die von ihrem Exterieur her geeigneter sind. Als geeignetsten ist hierfür ein Warmblut, wegen seines gut passenden Exterieur. Als Vertreter der Warmblüter sieht man häufig Hannoveraner, Oldenburger, Westfalen, Holsteiner und Trakehner. Sehr schwere Kaltblüter haben es im Bereich der Dressur schwerer, denn ihnen ist es aufgrund ihres Exterieurs nicht von Natur aus so möglich wie einem Warmblüter die dafür nötige Leistung zu erreichen. Vollblüter sind oftmals seltener vertreten, da sie oft etwas nervöser sind.

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