Pferdekrankheiten – Infos zu den 6 häufigsten Krankheiten

Pferdekrankheiten – Was du wissen solltest!

Wenn Du ein Pferd hast, ist es wichtig, dass du zumindest die häufigsten Pferdekrankheiten kennst. Auch Pferde können einmal krank werden. Ihre robuste Statur und Stärke schützen sie nicht vor alltäglichen Erkrankungen. Auf jeden Fall ist die Gefahr, dass ein Pferd krank wird umso geringer, je natürlicher und umsichtiger es gehalten wird.

 

Pferdekrankheiten – Die häufigsten Krankheiten bei Pferden

Zu den häufigsten Pferdekrankheiten zählen Muskel- und Gelenkerkrankungen. Die Ursache für diese Krankheiten liegt meist in einer falschen Belastung. Zu den alltäglichen Pferdekrankheiten gehören auch Verdauungsstörungen. Eine falsche Fütterung trägt größtenteils zu den unangenehmen Störungen, die im Extremfall sogar lebensbedrohlich werden können, bei. Als besonders empfindliche Stelle gelten die Pferdehufe, die ebenfalls häufig von Pferdekrankheiten betroffen sind. Auch Allergien kommen, ebenso wie beim Menschen, bei Pferden vor. Die Tiere reagieren sensibel auf unterschiedliche Umweltbedingungen. Eine Reihe weiterer Erkrankungen, wie Nierenprobleme, Diabetes Mellitus oder Atemwegserkrankungen zählen ebenfalls zu den bekannten Pferdekrankheiten.

 

Pferdekrankheiten – Mit dem richtigen Futter Krankheiten vermeiden

Wird ein Pferd umsichtig gehalten lassen sich viele Pferdekrankheiten vermeiden. Mit einer gesunden Ernährung kannst du deinem Pferd helfen, gesund zu bleiben. Die Futterzusammenstellung sollte Alter und Rasse des Pferdes berücksichtigen. Ein junges Pferd, das bei Turnieren eingesetzt wird benötigt eine andere Ernährung als ein Pferd in höherem Alter, das nur wenig aktiv ist. Pferdekrankheiten wie die Hufrehe haben ihre Ursache häufig in einer falschen Ernährung. Zu viel Hafer oder frisches Gras sind für die Pferdegesundheit nicht förderlich. Wenn du altes Brot fütterst, solltest du darauf achten, dass sich noch kein Schimmel gebildet hat. Angeschimmeltes Brot kann eine Vergiftung zur Folge haben. Fütterst du zu viel Hafer, kann dein Pferd an einer Gallenerkrankung leiden.

Mit einer Futterumstellung hingegen kannst du Pferdekrankheiten bessern und vorbeugen. Auch für Pferde gibt es beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel. Ob der Einsatz dieser Mittel für dein Pferd sinnvoll ist, erfährst du von einem Tierarzt. Mit einer guten Ernährung kannst du allerdings vielen Pferdekrankheiten vorbeugen. Ähnlich wie beim Menschen entstehen die meisten Pferdekrankheiten jedoch durch Viren und Bakterien. Auch die gefürchtete Strahlfäule wird durch Bakterien verursacht.

 

Pferdekrankheiten erkennen

Trotz sorgfältiger Pflege und optimaler Ernährung kann dein Pferd erkranken. Manche Pferdekrankheiten entstehen durch Unfälle, mechanische Belastungen oder falsches Reiten. Eingetretene Gegenstände führen zu eitrigen Abszessen im Huf und bedürfen der Behandlung. Bei Wunden und Unfällen ist der Tierarzt gefragt, der das Pferd fachmännisch versorgt. Als Pferdehalterin solltest du über die gängigsten Pferdekrankheiten Bescheid wissen. Beobachte dein Pferd und hole dir beim Feststellen von Krankheitssymptomen professionelle Hilfe. Notiere dir die Telefonnummer eines Tierarztes, so dass du sie bei Bedarf schnell zur Hand hast. Schreibe dir die Adresse der nächstgelegene Tierklinik auf. In der Tageszeitung und im Internet findest du die Notdienste für Tiere, die rund um die Uhr erreichbar sind. Nachfolgend findest Du eine Auflistung der bekanntesten Pferdekrankheiten und erfährst an welchen Symptomen du eine Krankheit bei deinem Pferd rechtzeitig erkennst.

 

Pferdekrankheiten – Die Hufrehe

PferdekrankheitenDie Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut des Pferdes. Diese Pferdekrankheit zählt zu den Notfällen und wenn du bei deinem Pferd Anzeichen von Hufrehe feststellst musst du sofort handeln. Die häufigste Ursache der Hufrehe ist eine Überbelastung des Hufes, die durch längeres Laufen auf harten Böden entstehen kann. Ein längerer Aufenthalt im Stall führt oft zu einer Störung der Blutzirkulation. Auch eine fehlerhafte Fütterung mit kohlenhydratreichen Produkten begünstigt Pferdekrankheiten und zählt zu den Ursachen der Hufrehe. Dadurch entstehen beim Pferd Stoffwechselstörungen die zur Übersäuerung des Organismus beitragen. Wenn Pferde zu viel Wasser trinken bewirkt dies eine Schädigung der Darmflora.

Die Hufrehe zählt zu den am meisten verbreiteten Pferdekrankheiten und ist im Anfangsstadium nicht einfach erkennbar. Die ersten Anzeichen einer Entzündung bestehen in einem leicht geschwollenen Kronrand. Dein Pferd verändert seinen Gang und läuft in kurzen, steifen Schritten. Beim Wenden kannst du dies deutlich sehen. Von einer Hufrehe musst du ausgehen, wenn dein Pferd in der Ruhestellung ständig abwechselnd die Hufe hebt. Auch wenn sich das Tier widerwillig bewegt und den Fuß nicht aufheben möchte, stellt dies ein erstes Anzeichen für eine Erkrankung dar.

 

Pferdekrankheiten – Die Kolik

Die Kolik ist als Magen-Darm Erkrankung auch bei Pferden möglich. Die schmerzhaften Krampfzustände zählen ebenfalls zu den Pferdekrankheiten. Sie können vielerlei Ursachen haben. Wenn dein Pferd ohne ersichtlichen Grund unruhig wird oder flehmt, kannst du an eine Kolik denken. Viele Pferde legen sich dann hin oder versuchen sich zu wälzen. Größere Schmerzen gleicht das Tier mit höherer Unruhe aus. Mit weit aufgerissenen Augen und stoßweisen Atem zeigt dein Pferd dass es erkrankt ist und Hilfe benötigt. Bei einer Kolik kann es auch zu einem Kreislaufversagen kommen. Bevor jedoch der Extremfall eintritt, verweigern die Pferde Futter oder Wasser.

PferdekrankheitenDie Symptome einer Kolik sind allerdings vielschichtig und nicht immer einfach zu interpretieren. Zu den häufigsten Ursachen der Kolik zählt der Darmverschluss, der durch nicht verdautes Futter ausgelöst wird. Auch Pferde können unter Stress leiden, wenn sie psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Das führt zu einer Verkrampfung der Bauchmuskulatur, die dann eine Kolik auslöst. Ein Befall mit Parasiten und fehlende Bewegung gelten ebenfalls als Auslöser für Pferdekoliken. Sie treten häufig bei Wetterwechsel oder im Frühling auf.

 

Pferdekrankheiten – Die Strahlfäule

Als bakterielle Erkrankung der Pferdehufe zählt die Strahlfäule zu den gefürchteten Pferdekrankheiten. Bei dieser Entzündung zersetzen Fäulnisbakterien das weiche Strahlhorn der Hufe. Die Ursache für diese Pferdekrankheit liegt in mangelhafter Hufpflege oder fehlerhafter Haltung. Als erstes Symptom bemerkst du den Fäulnisgeruch, wenn du die Hufe deines Pferdes auskratzt. Im Strahl haben sich Hohlräume gebildet und mit einer schwarzen, schmierigen Masse gefüllt. Häufig beginnt die Erkrankung in der mittleren Strahlfurche und breitet sich anschließend in die seitlichen Strahlfurchen aus. Erfolgt keine Behandlung werden im weiteren Krankheitsverlauf auch die Hornballen befallen. Als Ursache für die Erkrankung mit Strahlfäule gelten die Fäulnisbakterien. Bakterien benötigen für ihre Ausbreitung immer ein feuchtwarmes Milieu.

Ein weiteres Krankheitsrisiko vieler Pferdekrankheiten liegt in einer ungenügenden Hufpflege. Werden die Hufe nicht täglich mit einem speziellen Hufkratzer sorgfältig gereinigt, können sich Bakterien festsetzen. Auch verschmutzte Boxen begünstigen die Ausbreitung von Fäulnisbakterien und können zu zahlreichen Pferdekrankheiten führen. Eine falsche Nagelung des Hufes ist ebenfalls eine Voraussetzung für einige Pferdekrankheiten. Eine Erkrankung mit Strahlfäule wird auch durch mangelnde Bewegung gefördert. Dein Pferd muss regelmäßig bewegt werden und sollte dabei nicht ausschließlich auf weichem Boden laufen.

 

Pferdekrankheiten – Das Sommerekzem

Das Sommerekzem stellt eine allergische Hautkrankheit bei Pferden dar und kann bei bestimmten Rassen vererbt werden. Die allergische Reaktion bezieht sich dabei auf die Speichelflüssigkeit von Stechmücken und anderer stechender Insekten. Körperstellen mit einer senkrecht stehenden Behaarung, wie der Mähnenkamm, die Bauchnaht und die Schweifrübe sind besonders häufig vom Sommerekzem betroffen. Bei Pferderassen, wie Norweger, Friesen und Haflinger tritt das Sommerekzem ebenfalls oft auf. Durch die veränderten Umweltbedingungen, das Halten in offenen Ställen und eine zu reichliche Fütterung in Verbindung mit Bewegungsmangel steigt die Zahl des zu den Pferdekrankheiten zählenden Sommerekzems.

Als erstes Anzeichen eines Sommerekzems lassen sich kleine Pusteln feststellen. Das Pferd scheuert und reibt sich an den befallenen Stellen und fällt durch seine Unruhe auf. Das vermehrte Scheuern bewirkt an den betroffenen Körperstellen einen Haarausfall. Danach bilden sich offene Stellen, die sich entzünden und eitern können. Unschöne Ekzeme können vor allem auch an Kinn und Ohren deines Pferdes auftreten.

 

Pferdekrankheiten - Spat

Als Spat wird eine Sprunggelenks-Erkrankung beim Pferd bezeichnet. Bei dieser Krankheit verknöchert das Sprunggelenk. Dabei kommt es während der Verknöcherungsphase zu akuten Gelenkentzündungen. Die Beweglichkeit des Sprunggelenks nimmt im Verlauf der Erkrankung immer weiter ab. Leidet dein Pferd an Spat, bemerkst du dies an der Lahmheit, die am Anfang immer dann auftritt, wenn sich das Pferd in Bewegung setzen möchte. Bei manchen Pferden machen sich Pferdekrankheiten nicht durch Schmerzen bemerkbar, sondern führt lediglich zu Bewegungseinschränkungen des betroffenen Sprunggelenks.

Einige Pferde schleifen dann mit den Zehen ihrer Hinterhufe über den Boden oder eben unwillig das Bein an weil sie es entlasten möchten. Zu den Auslösern von Pferdekrankheiten wie dem Spat zählt eine Fehlstellung der Hinterbeine, die angeboren ist. Auch falscher oder mangelhafter Beschlag, fehlende Bewegung und ungeeignetes Training können Pferdekrankheiten begünstigen. Falsches Futter, das zu einer Störung der Kalziumaufnahme führt, hat ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung von Pferdekrankheiten.

Pferdekrankheiten – Die Mauke

PferdekrankheitenMauke ist eine bakterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes. Von der vor allem in den Wintermonaten auftretenden Krankheit sind meist Pferde mit einem langen Behang betroffen. Besteht eine Vorschädigung der Haut durch Nässe, Urin oder mechanische Irritation kommt es besonders schnell zu einer Entzündung. Zu den ersten Symptomen zählen stark juckende und wunde Hautstellen, die mit einem übelriechenden Sekret gefüllt sind. Im Verlauf der Mauke bilden sich an den betroffenen Stellen meist harte, schorfige Krusten, die jedoch nicht abfallen, sondern im härter und dicker werden. Die Krusten auf den Wunden darfst du diese keinesfalls abkratzen, da die beschädigte Haut ein wahres Sammelbecken für Bakterien darstellt. Unter den Krusten entzündet sich die Haut weiter und dabei entstehen tiefe Löcher.

Die Entzündung würde sich sonst weiter ausbreiten. Mauke erkennst du ebenfalls an den geröteten Stellen, die sich in der Fesselbeuge deines Pferdes bilden. Bei diesen Pferdekrankheiten laufen die Beine deines Pferdes an. Oft gehen die Schwellungen von selbst zurück, wenn sich das Pferd bewegt. Bei einer starken Schwellung spürt das Pferd große Schmerzen. Das kannst du an einem lahmen Gang sehen. Mit einer hygienischen Unterbringung deines Pferdes kannst du derartigen Pferdekrankheiten leicht vorbeugen.

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