Hufrehe – Vorbeugen ++ Erkennen ++ Behandlung

Hufrehe - Was du alles über Hufrehe wissen solltest

Bei der Hufrehe handelt es sich um eine immer häufiger auftretende Krankheit, des Pferdehufs. Bleibt diese unbehandelt oder wird falsch behandelt, hat das Ganze, weitreichende Folgen. Die Hufrehe ist nach der Pferdekolik eine der häufigsten Pferdekrankheiten und sollte immer ernst genommen werden.
Aus diesem Grund ist es als betroffener Pferdehalter unerlässlich, sich mit dieser Pferdekrankheit auseinanderzusetzen. So solltest du dir als Pferdehalter als Erstes die Fragen stellen, wie eine Hufrehe entsteht, woran man sie erkennen kann und was sie so gefährlich für Pferde macht. Wir haben uns mit dem Thema für dich befasst und verraten dir, worauf es bei dieser Krankheit ankommt, woran du sie erkennen kannst und warum sie für Pferde so gefährlich werden kann. So weißt du, wie du im Fall einer Rehe handel musst und kannst größeren Schaden womöglich vermeiden.

 

Hufrehe - Was genau ist das für eine Pferdekrankheit?

HufreheSpricht man von einer Hufrehe beim Pferd, handelt es sich um eine Entzündung des Hufbein-Trägers. Davon ist vor allem der vordere Teil des Hufes betroffen. Im weiteren Verlauf dehnt sich diese Entzündung weiter auf die Seitenbereiche und Sohle des Pferdehufes aus. In den meisten Fällen ist die Rehe bei beiden Vorderbeinen vorhanden. In seltenen Fällen können auch alle vier Beine betroffen sein.
Außerdem gibt es noch verschiedene Hufrehetypen, die sich in ihrer Ursache unterscheiden. So gibt es zum Beispiel die endotoxische Hufrehe, welche durch eine Infektionskrankheit entsteht, sowie die mechanische Hufrehe, welche durch eine Hufüberlastung entstehen kann. Die Symptome sind jedoch bei allen Hufrehearten ähnlich. Um die betroffene Stelle zu entlasten, nehmen die Pferde eine Schonhaltung ein und fangen an zu lahmen. Auch die sogenannte Trachtenfußung kann ein Symptom für eine beginnende Hufrehe sein. Hierbei tritt das Pferd mit dem hinteren Hufteil, dem sogenannten Trachten auf.

Diagnostiziert wird die Hufrehe von einem Tierarzt. Er sieht sich das Beschwerdebild an (lahmen, Schmerzen bei Wendungen)und achtet auf eine stark pulsierende Mittelfußarterie. Außerdem fertigt er ein Röntgenbild an, wo er nachsehen kann, ob das Hufbein eingeknickt ist. Sollte dies der Fall sein, wird es sich um eine chronische Hufrehe handeln. Unter folgenden Hufrehetypen wird unterschieden:
- endotoxische Hufrehe, entsteht durch Infektionserkrankung
- Fütterungsrehe, wenn zu viel Kohlenhydrate im Futter enthalten sein
- Vergiftungshufrehe, beispielsweise durch Eiben
- Hormonell bedingte Hufrehe, durch Cushing Syndrom, Adenom oder Fettstoffwechselstörung
- mechanische Hufrehe, durch Überbelastung, Fehlbelastung oder Hufverletzung.

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Hufrehe - Wie erkennst du die beim Pferd?

Eine akute Hufrehe macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Damit du eine Rehe erkennen kannst, musst du natürlich wissen, welche Symptome das sind. Dazu zählen eine schnelle Atmung sowie Puls und eine erhöhte Körpertemperatur. Außerdem kann das Pferd schwitzen und die Muskeln zittern. In seltenen Fällen kann es auch zu Durchfall kommen.

HufreheBefindet sich die Rehe im Anfangsstadium, beginnt das Pferd zu lahmen. Außerdem wird es sich nur ungerne in der Box bewegen. Sollten beide vorderen Pferdehufe betroffen sein, wird es beide Füße zur Entlastung weit nach vorne strecken. Die Hinterbeine stehen dabei unter dem Bauch. Außerdem kommt es zu einem verstärkten Mittelfußarterienpuls. Läuft das Pferd, setzt es dabei zunächst den hinteren Hufteil, den sogenannten Trachten auf. Außerdem sinkt die Hufkrone ein.

Des Weiteren kann eine Hufrehe auch chronisch verlaufen. Die Symptome sind zuerst nicht von einer akuten Rehe zu unterscheiden. Der Hufschaden schreitet immer weiter voran und die Hufkapsel wird verform. Dadurch knickt das Hufbein nach hinten und sinkt ab. Das Horn, aus dem der Huf besteht, kann nicht mehr gleichmäßig nachwachsen, wodurch sogenannte Reheringe entstehen. Ist die chronnische Hufrehe bereits weit fortgeschritten, kann es sogar passieren, das dass Hufbein an der Hufpsitze durchbrechen.

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 Warum ist die Hufrehe beim Pferd so gefährlich?

Wie oben schon erwähnt wurde, haben Pferde bei einer Hufrehe starken Schmerzen und die Hufstruktur verändert sich. Schon nach wenigen Tagen kann es zu einer Schädigung der knöchernen Aufhängung kommen. Hier kann es zu einer Hufbeinsenkung kommen. Wird diese nicht behandelt, folgt eine Hufbeinrotation, sprich, das Hufbein dreht sich weiter, während es sich in die Sohle absenkt. Im schlimmsten Fall kommt es jedoch zu einem Hufbeindurchbruch. Hier fällt der komplette Huf in sich zusammen und kann nicht mehr belastet werden. Die einzige Lösung ist hier, die Erlösung des Tieres.

Eine Hufreheerkrankung ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Je nachdem, wie schwer dein Pferd an dieser Krankheit erkrankt war, kann es sogar passieren, dass es anschließend nicht mehr voll belastbar ist. Genau genommmen bedeutet dass, das dein Pferd durch eine richtige Behandlung ein lebenswertes sowie schmerzfreies Leben geboten bekommt, sportlich aber nur begrenzt oder gar nicht mehr einsetzbar ist. Kam es bereits zu einer Hufbeinsenkung oder Ratation, kann diese nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Ein weiteres Problem besteht darin, wenn der Stoffwechsel ein Mal durch eine Hufrehe aus der Bahn geworfen worden ist, diesen wieder auf Kurs zu bekommen. Die Gefahr, an einer Hufrehe zu erkranken, ist dann deutlich höher, als bei einer Ersterkrankung. Daher ist ein lebenslanges und optimales ManagEment unerlässlich bei Pferden, die mal an Hufrehe erkrankt waren. Die richtigen Futterrationen, regelmäßiger Weidegang sowie angemessene Bewegung sind für alle Pferde natürlich pflicht, doch für Pferde, die bereits an Rehe erkrankten, ist es lebenswichtig, um nicht erneut zu erkranken.

Natürlich geht es bei einer Hufrehe nicht um Sekunden, aber oftmals nur um Stunden. Je früher Symptome von dir richtig erkannt werden und desto eher der Tierarzt eintrifft, umso schneller kann eine notwendige Therapie eingeleitet werden. Befindet sich dein Pferd noch im Anfangsstadium, kann eine Rehe relativ einfach aufgehalten werden. Letztendlich hängt der Therapieerfolg davon ab, wie schnell die Therapie eingeleitet wird. Daher ist es wichtig, dass du über das Thema genaustens Bescheid weist, Symptome deuten kannst und bei einem Verdacht schnell handelt, indem du einen Tierarzt konsultierst.

Ist die Rehe erst mal chronisch, kann diese nicht mehr rückgängig gemacht werden, sondern die Symtome nur gemildert werden. Daher ist mit einer Hufrehe niemals zu spaßen. Eine Rehe sollte immer als Notfall betrachtet werden. Daher sollte der Tierarzt lieber ein Mal zu viel geholt werden, als dass du eine Rehe unnötig verschleppst. Bedenke auch immer, dass dein Pferd während eines Reheschubs starke schmerzen hat und eventuell auch Schmerzmittel angewiesen ist. Welche Mittel verabreicht werden, sollte aber stets der Tierarzt entscheiden. Von Eigentherapien wird dringend abgeraten.

 

Folgende vorbeugende Maßnahmen kannst du treffen, um eine Hufrehe zu verhindern

HufreheDamit einer Hufrehe vorgebeugt werden kann, musst du natürlich die auslösenden Faktoren kennen. So kommt es zum Beispiel auf eine angemessene Fütterung des Pferdes an. Außerdem solltest du stets auf passende Hufbeschläge achten, um eine Fehlbelastung zu vermeiden. Natürlich sollten auch Überlastungen vermieden werden. Die Koppel sollte stets nach Giftpflanzen abgesucht werden. Dazu gehören beispielsweise die Eiben. Erkrankungen, die die Hufrehe begünstigen, müssen adäquat behandelt werden. Auch das vermeiden von Übergewicht sollte ganz oben auf der Liste stehen.

Zusätzlich kannst du regelmäßig Entgiftungskuren und Stoffwechselkuren durchführen. Generell kann gesagt werden, alles, was Körper sowie Stoffwechsel durcheinander bringt, kann zu einer Rehe beim Pferd führen. Eine gute und hygienische Hufpfglege erklärt sich natürlich vn selbst. Beachtest du diese Punkte, minimierst du das Risiko, dass dein Pferd an einer Rehe erkrankt bestmöglich. Kommt es dennoch zu einer Rehe, weißt du, wie du handeln musst und kannst verhindern, dass die Rehe chronisch wird und somit große Schäden am Bewegungsappart deines Pferdes verursacht.

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