Kaltblüter – Wichtige Informationen zum Kaltblut

Kaltblüter – Was sind Kaltblüter?

Als Kaltblüter werden schwere europäische Pferde bezeichnet, die ein hohes Körpergewicht und ein ruhiges Temperament haben. Die Bezeichnung Kaltblüter bezieht sich dabei auf Interieur und Exterieur des Pferdes und nicht auf dessen Körpertemperatur. Kaltblüter haben die gleiche Körpertemperatur wie Warmblüter. Heutzutage sind Kaltblüter nicht so häufig vertreten, manche Rassen sind derzeit bereits gefährdet. In vergangenen Zeiten waren Kaltblüter weit verbreitet und überall bekannt.  Kaltblüter wurden in der früheren Zeit häufig als Zugpferde und Arbeitspferde, sowie als Pferde in der Industrie eingesetzt.  

Die Bezeichnung Kaltblüter ist dabei nur eine Bezeichnung der Oberkategorie, denn es gibt eine Vielzahl an Pferderassen die sich dieser Kategorie zuordnen lassen. Der größte Vertreter der Kaltblüter ist das Shire Horse, das eine Größe von über zwei Metern Stockmaß erreichen kann und einem Gewicht von bis zu 1.500 Kilogramm.  Vom äußeren Erscheinungsbild lässt sich sagen, dass Kaltblüter oft einen derben Kopf und meist eine Ramsnase haben und eine stark bemuskelte Kruppe. Der Hals wirkt stark und es hat große und flache Hufe, sowie einen Kötenbehang. Vom Charakter her sind Kaltblüter ruhige und Arbeitswillige Pferde, die nichts so schnell aus der Ruhe bringt, sie sind damit gutmütig, gelehrig und robust.

 

Kaltblüter – Wo sind sie heute zu finden?

KaltblüterDu willst dir Pferde kaufen? Heute sind Kaltblüter beispielsweise auf Volksfesten zu bewundern, wenn sie die Festwägen der Brauereien ziehen. Ein weiteres Einsatzgebiet der Kaltblüter ist die Freizeitreiterei. Kaltblüter sind ausgesprochen gute Begleiter im Gelände, ihr gelassenes Wesen macht sie zu einem angehnehmen Partner. Sie zeigen ein starkes Nervenkostüm und sind robust in der Haltung. Aber auch in der Dressur sind einige Kaltblüter vertreten, auch hier ist es möglich tolle Ziele zu erreichen.

 

Kaltblüter – Welche Pferderassen zählen dazu?

Zu den Kaltblütern zählen unter anderem folgende Rassen, die wir dir in unserem Artikel etwas näher beschreiben wollen, damit du einen kleinen Einblick in die Welt der Kaltblüter bekommst.

Als erster Vertreter der Kaltblüter zeigen wir dir den Clydesdale. Der Kaltblüter Clydesdale ist ein freundliches, spritziges, aktives Pferd trotz seines großen Kalibers. Er ist ein energiegeladener Kaltblüter mit hohen Gängen und kann damit bis zu einer Tonne wiegen. Er ist ein Arbeitspferd, dass früher im Ackerbau eingesetzt wurde und dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Heutzutage ist das Clydesdale ein einmalig elegantes Reitpferd, dass hauptsächlich in Kanada, der USA und in Australien verbreitet ist. Mit der Einzüchtung von Vollblut ist das Clydesdale ein tolles Spring- und Geländepferd. Der Clydesdale ist ein großes, kraftvolles und imposantes Pferd, er hat einen feinen Kopf und einen gebogenen Hals. Das Stockmaß beträgt um 1, 68m.

Als nächsten Vertreter zeigen wir dir das Shire Horse, es ist ein aufmerksames Pferd dessen Bewegungen elegant wirken. Ausgewachse Pferde dieser Rasse wiegen mehr als eine Tonne und sie sind sehr langlebig. Das Shire Horse hat ein Stockmaß von 1,65 bis 1,83m. Es hat einen langen, schmalen Kopf, einen gebogenen Hals das auf einer schrägen Schulter sitzt. Sein Rücken ist kurz und stark. Die Hauptfarbe der Shire Horse ist schwarz, es werden aber auch Braune und Schimmel akzeptiert. In der früheren Zeit wurden die Kaltblüter als Schlachtrosse der Ritter eingesetzt, in England wurden sie bis Ende des Zweiten Weltkriegs für Schwertransporte in der Stadt und auf dem Land genutzt, heute sind sie häufig als Showpferde aufgrund ihrer imposanten Größe zu bewundern und als Reklamepferde.

Der Suffolk Punch ist ein weiteres Pferd das der Kategorie Kaltblüter angehört und ist das älteste britische Kaltblut. Sie dienten in der früheren Zeit häufig als Kutschpferde, die gekreuzt mit Trabpferden noch schnellere Fahrpferde wurden. Das Suffolk beeinflusste die Kaltblutzuchten in Europa und auch heute werden sie noch als Veredler eingesetzt. Heute werden sie hauptsächlich auf Ausstellungen und in Wettbewerben gezeigt, die Suffolks wiegen rund eine Tonne und haben einen feinen Kopf, der auf einem gebogenen Hals auf breiter Brust aufsitzt. Sie haben einen großen Bauchdurchmesser mit einem Gurtumfang von rund 2m und besitzen keinen Kötenbehang. Das Suffolk ist ein ausdauerndes, freundliches Pferd, dass anpassungsfähig, leichtfuttrig und langlebig ist. Die Gänge sind schwungvoll und der Trab hat damit eine erwähnenswerte Leichtigkeit.

KaltblüterDas Höllandische Kaltblut ist eine relativ junge Kaltblutrasse die bis ins Jahre 1914 zurückführt. Heute sieht man die Pferde oft auf Shows und landwirtschaftlichen Ausstellungen, sie werden als Brauereipferde eingesetzt und als Fleischlieferanten gezüchtet. Es ist groß und stark, der Kopf hat ein gerades Profil, sein Hals ist kurz und dick und es hat einen starken Kötenbehang. In den Niederlanden wird sein schweif kupiert aber in Deutschland ist dies verboten. Hauptfarben sind Braune, Füchse, Falben, Schimmel und Rappen. Das Holländische Kaltblut ist ein sanftes, williges Pferd mit einem großen Leistungswillen, dass  leichtfuttrig und zäh in der Haltung ist. Es ist langlebig und wird oftmals über 30 Jahre alt, sein Stockmaß beträgt um 1,70m.

Kaltblüter - Die Vertreter

Ein weiteres Kaltblut ist der Brabanter, auch bekannt unter dem Namen Belgisches Kaltblut. Im Mittelalter war es ein Kriegspferd, heutzutage werden sie hauptsächlich als Schlachtpferde gezüchtet während sie in den USA noch als landwirtschaftliche Pferde eingesetzt werden. Der Brabanter ist ein williges Arbeitspferd mit viel Geduld. Er ist ein untersetztes Pferd, das stark bemuskelt ist. Der Kopf ist kurz, breit und flach und die Pferde haben eine freundliche Ausstrahlung.  Sie erreichen ein Stockmaß zwischen 1,57m bis 1, 73m.

Ein weiterer Vertreter ist der Ardenner. Er gehört zu den ältesten Rassen überhaupt, Pferde ähnlicher Art gab es bereits vor 2000 Jahren. Tragischerweise starb die Rasse während des Zweiten Weltkriegs beinahe aus. Die Ardenner wurden in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, sowie für schwere Arbeiten, werden aber auch geritten. Heute werden die Pferde aber auch als Fleischlieferanten gezüchtet. Dennoch geht der Bestand bedauerlicherweise zurück.  Der Ardenner ist ein stämmiges und kompaktes Pferd, sein Hals ist dick und gebogen und der Kopf hat ein gerades Profil. Die Hauptfarben sind Schimmel, Rotschimmel, Füchse und Braune. Der Ardenner ist ein robustes Pferd das aufgrund der Einzüchtung von arabischem Blut viel Schwung hat, sowie ein williges Pferd, dass auch unter schweren Bedingungen gut leben kann. Es ist sanft, freundlich und unproblematisch in der Haltung.

Der Noriker gehört zu den ältesten Pferderassen in Europa, das seinen Bestand seit 2000 Jahren hat. Sie sind sehr anpassungsfähige Tiere und haben eine unverwechselbare Fellfarbe. Dunkle Füchse mit hellem, langem und weichem Behang machen sie zu wunderschönen Pferden. Ihr Körper ist kompakt  und stark und mit einem leichten Kötenbehang. Der Noriker ist ein williges, anpassungsfähiges, geschmeidiges, starkes und hübsches Kaltblüter Pferd mit einem Stockmaß zwischen 1,63m und 1,73m.

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